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Letzte Aktualisierung
27. August 2011

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1984

von Orwell, George

Verlag: Ullstein
Cover: Taschenbuch
Seitenanzahl: 384

Rezension, geschrieben von :

Wir schreiben das Jahr 1984. Ein Tag wie jeder andere für den 39-jährigen Winston Smith. Tag für Tag steht die Vernichtung und Veränderung alter Dokumente auf dem Programm. Die Vergangenheit muss verändert und der Gegenwart angepasst werden. Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Gegenwart. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Das alles geschieht im Ministerium für Wahrheit - oder Miniwahr in Neusprech. Natürlich ist dies nicht das einzige Ministerium in Ozeanien - einer der drei ständig Krieg führenden Weltmächte (Ozeanien, Eurasien und Ostasien).

Es gibt auch noch das Ministerium für Frieden - welches sich mit dem Krieg befasst -, das Ministerium für Überfülle - das für die Reduzierung der Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände zuständig ist - und das Ministerium für Liebe, bei dem man sich glücklich schätzen kann, es nur von außen betrachten zu müssen. Auf der Straße findet man zahlreiche Plakate, auf denen das Neusprechwort "ENGSOZ" steht (Englischer Sozialismus).

Es herrscht eine Dikatur, an der Spitze "der Partei" eine der Bevölkerung unbekannte namenlose Person. Die Parolen der Partei sind überall zu lesen: "Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke.". Amtssprache ist in Ozeanien "Neusprech", mittlerweile in der 5. Version erschienen, sollte es das bisher noch gängige "Altsprech" ersetzen. Neusprech ist die einzige Sprache, deren Vokabular von Jahr zu Jahr schrumpft. Die Reduktion der Wörter sowie die feste Bedeutung der einzelnen Wörter sollen dazu beitragen, ein schlechtes Denken der Bevölkerung zu verhindern.

Wie soll man den seinen Frust ausdrücken, wenn einem dazu die Wörter fehlen? Frieden ist das heutige Verhältnis. Frieden wie es früher einmal war (genauer gesagt weiß niemand - oder vielleicht doch? - wie es wirklich früher war ...) drückt das Wort Frieden nicht aus. Die Bevölkerung wird auf Schritt und Tritt 24 Stunden am Tag überwacht. Mittel zum Zweck sind sog. "Teleschirme", die Töne und Bilder aufzeichnen. Die Partei ist jederzeit imstande, zu sehen und zu hören was in den Wohnungen der Bürger vorgeht. Jeder Winkel wird überwacht, jedes Wort gehört. Für das Auffinden von Feinden der Partei ist die sogenannte "Gedankenpolizei" zuständig. Behilflich werden der Gedankenpolizei oft Kinder. Sie werden dazu gebracht, die Partei zu lieben und ihre Eltern bei der Gedankenpolizei zu melden, sollten diese gegen die Partei sein. Ein Anzeichen dafür könnte bereits ein Traum sein.

Wer im Traum spricht und dabei etwas Falsches sagt, könnte seinen letzten Traum gehabt haben. Winston Smith gehört zu den Feinden der Partei. Er ist der Ansicht, dass die Partei gestürzt werden muss. Wenn es eine Hoffnung gibt - so Winston Smith - muss sie bei den Proles liegen. Die Proles - in diesem Buch die untere Schicht der Gesellschaft - nehmen 85% der Bevölkerung ein und werden nicht als Menschen angesehen.

Als Winston Smith eines Tages die Gefahr auf sich nimmt und den Proles-Stadteil besucht, stellt er fest, dass er von einer mysteriösen Frau verfolgt wird, die ihm bereits im Ministerium für Wahrheit aufgrund ihres Abzeichens der "Anti-Sex-Liga" aufgefallen ist. Ist die Gedankenpolizei bereits hinter ihm her oder ist die mysteriöse Frau ebenfalls gegen die Partei ... ?

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Das Buch wurde im Jahre 1948 geschrieben (die Zahl 48 vertauscht gibt den Titel des Buches "1984"), ist aber aktueller denn je! Absolute Pflichtlektüre in der immer wichtiger werdenden Diskussion über Datenschutz und den "Überwachungsstaat".


Anmerkungen / Rezension bezieht sich auf:

k.A.


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